Muehlichens AUF-Blog

12. September 2011

Nach der Wahl…

… macht man sich so seine Gedanken, vor allem, wenn man anscheinend nicht zu den Gewinnern gehört.
Zunächst: Unser vorrangiges Ziel, das Kreistagsmandat von Matthias Kohlstedt im nun doppelt so großen Landkreis Rostock zu erringen, ist gelungen. Unsere Flyeraktion mit Einlegern des Landtagsdirektkandidaten zu verbinden, hat sich ausgezahlt. In seinem Wohnort Kuchelmiß erhielt er mit über 30% die meisten Stimmen, ein Zeichen, dass seine bisherige Kommunalpolitik anerkannt ist.
Allerdings hat uns das für den Landtag nicht viel genützt. Landesweit 0,2% sind kaum ein Tropfen auf dem berühmten heißen Stein.
Was bedeutet das? Der Bezug auf christliche Ethik bringt nur dort etwas, wo die Wähler Gelegenheit hatten, die Arbeit des Kandidaten und die Übereinstimmung mit dem Anspruch zu erleben. Daraus resultieren die vielen Stimmen vor Ort. Andererseits traut man uns nicht zu, in der Mühle der Landespolitik unsere Ansprüche erfolgreich umzusetzen. Anscheinend war unser ausführlich ausgearbeitetes Wahlprogramm dafür vielleicht zwar als gut gemeint, aber zu blass empfunden worden.
Man kann natürlich noch Einiges zu unserem Wahlkampf sagen. Ca. 14.000 Flyer brachten in Neubrandenburg etwa 35 Wählerstimmen. Das ist einfach nur ineffektiv. Wir hatten keine Plakate. Für junge Wähler kam AUF im Wahlkampf nicht vor. Sie interessieren sich anscheinend nicht für Flyer. Hier hätten herausfordernde Plakate eine zusätzliche Wirkung gehabt. Zudem waren wir in Internet und Medien kaum präsent.
Als Letztes möchte ich die Zersplitterung gleichgelagerter politischer Kräfte nennen: AUF, PBC, Familienpartei haben vergleichbare Ziele. Die Familienpartei punktet als „Einspartenpartei“ (zehnmal so viele Stimmen wie AUF) ohne Hinweis auf christliche Werte. Diese scheinen nicht hoch im Kurs zu sein. Also sucht der Wähler bei der Landtagswahl Fachkompetenz, die man uns (oder Christen?) anscheinend nicht zutraut? Mit dazu könnte man noch die ödp nehmen. Meine Frage ist, ob ein Vierer-Bündnis zukünftig mehr bringen könnte. Sollte man bei Landtagswahlen mehr Kompetenz zeigen und weniger über Werte reden? Im Gegenzug könnte das uns im kommunalen Bereich noch zusätzlich Gewinne bringen.

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2. September 2011

Ausgrenzung der neuen / kleinen Parteien durch die Medien (z. B. SVZ) begünstigt die NPD

Matthias Kohlstedt

Hier eine E-Mail des Direktkandidaten der AUF – Partei Matthias Kohlstedt an Hr. Schulz (Schweriner Volkszeitung):

„Sehr geehrter Herr Schulz,

in Ihrem heutigen Artikel „Wer nicht wählt, wählt rechtsextrem“ geben Sie sich viel Mühe, den Bürgern über seine Wahlmöglichkeiten aufzuklären. Das Ziel: keine NPD im Landtag.
Aber Ihr Artikel ist für mich einseitig und scheinheilig. Denn aus meiner Sicht haben Sie und viele Presse- und Medienvertreter mitgeholfen, dass die Zeitung lesenden Bürger zu mehr als 95% nur über die so genannten großen Parteien, incl. der NPD aufgeklärt und informiert wurden.
Jetzt, in Ihrem Artikel bemühen Sie das „scharfe Schwert“ einer Demokratie, die Ausübung freier und geheimer Wahlen.
Wie aber und wen sollen Bürger wählen, die sich aus ganz verschiedenen Gründen nicht für die großen Parteien, incl. der NPD interessieren? Durch Ihre bewusst halbherzige und einseitige Wahlberichterstattung haben Sie aus meiner Sicht dazu beigetragen, dass sich Bürger in die Partei der Nichtwähler einreihen oder was noch schlimmer ist, als Protestwähler die NPD wählen.
Denn wie hätten sich die Menschen unseres Bundeslandes über andere Parteien und Modelle und Wahlmöglichkeiten – die dann eine sicher höhere Wahlbeteiligung zur Folge gehabt hätte – informieren sollen, wenn Sie als so genannte freie und unabhängige Presse nicht fair, d.h. für mich umfassend, informieren?
Ich höre schon, wie Sie und andere Vertreter Ihrer Zeitung sagen, dass der Zeitungsrat es so aus gewissen Gründen beschlossen hat.
Aber genau das ist keine faire Berichterstattung, denn Sie als Presse- und Medienvertreter treffen so schon eine Vorauswahl für die noch nicht unmündigen Bürger, enthalten ihnen Wahlalternativen und stimmen irgendwann nach den Wahlen wieder das Lied über die größte Gruppe der Parteien, die Nichtwähler an. Erst recht dann, wenn es die NPD in den Landtag schaffen sollte.

Ein von Ihrer Berichterstattung enttäuschter SVZ-Leser grüßt Sie trotzdem herzlich und wünscht Ihnen ein schönes Wochenende und ein Umdenken in Ihrer Informationspolitik.

Matthias Kohlstedt
(hier nur informativ: als AUF-Mitglied bis zumindest 04.09.2011 Mitglied im Güstrower Kreistag und der Gemeindevertretung Kuchelmiß und Direktkandidat für den Wahlkreis Güstrow I)“

So weit die E-Mail, die ich für beachtenswert finde bezüglich der Unabhängigkeit der Medien.

27. August 2011

Wahlslogans auf Plakaten

Piratenwahlplakat MV In einer Woche haben wir Wahlen in MV. Mammutwahlen:
Landtagswahlen mit Erst- (Direktkandidat) und Zweitstimme (Landesliste)
Kreistagswahlen für die neuen großen Landkreise, wobei die meisten größer als das Saarland sind.
Landratswahlen für die Chefs der neuen Kreisverwaltungen
– Wahl des Namens der jeweiligen neuen Kreise (nach den Vorschlägen der bisherigen Kreistage)
Es ist nun schon interessant, wie sich die Parteien den Wahlen stellen. Ich hab noch keinen so schleppenden inhaltslosen Wahlkampf erlebt, wie den gerade stattfindenden.
Vielleicht liegt es ja daran, dass allen Parteien bewusst ist, dass für Versprechen kein Geld da ist, bzw. dieses gekürzt werden wird. (So z. B. Torsten Renz, CDU, er sitzt bereits im Landtag und macht einen recht informierten Eindruck, s. Bericht vom Kandidatenforum)
Also was kann man so auf den Plakaten lesen?
CDU sagt: „C wie Zukunft„, gemeint ist wohl „C wie Caffier“ . Caffier ist der Spitzenkandidat der CDU. Der Slogan hat in ganz Deutschland Gelächter und Kopfschütteln verursacht. Später machte man „Zukunft wählen“ daraus, was auch immer damit gemeint sein soll. Aber m. E. das Schlimmste ist, dass man die Bedeutung des C – christlich – auf Zukunft oder Caffier extrem abgewertet hat. Damit beraubt sich die CDU – bewusst? – ihrer historischen Grundlagen. Meine Erwartungen an die CDU sind also nicht gerade optimistisch.
Die SPD wirbt für sich „Gut wie das Land„. Wie gut das Land und wie gut damit die SPD ist, bleibt verborgen. Sind etwa die verschiedenen Schlusslichtpositionen (z. B. Arbeitslosigkeit, Bildung) des Landes gemeint? Dann ist man stolz auf die Schaffung von 25.000 Arbeitsplätzen. Dabei ist unklar, wo diese entstanden, und was die SPD dafür getan hat. Zudem hat doch die SPD mit der CDU (Wirtschaftsminister Seidel ist von der CDU) zusammen regiert, also war sie es nicht allein. Beim genannten Forum sagte Herr Renz, dass diese Arbeitsplätze durch Förderung von Existenzgründern direkt aus den Hochschulen und Unis des Landes heraus entstanden sind. Mal eine vernünftige Begründung, aber wieviele mögen das wissen bzw. verstanden haben. Der blanke Slogan wirkt eher als Prahlerei.
Grüne und FDP bleiben für mich blass.
Die anderen Parteien nimmt man nicht wirklich wahr. Na gut, je nach Gegend, kommen auch die Freien Wähler mal ins Blickfeld, oder Familienpartei, ödp
Nun, ich muss natürlich dazu sagen, dass die meisten Plakate von der NPD kommen mit nervigen Slogans, die man nicht mehr sehen mag. „Wehrt Euch!“ schreien da Plakate, und ich frage mich, warum niemand dazu schreibt „gegen Nazis!“… Die richtige Antwort darauf kommt von den Piraten: Wahlplakat Piraten, MV 2011 Diese haben derzeit die originellsten Slogans, die zwar kaum wirkliche Wahlaussagen bringen, aber gelungen zum Nachdenken über Politik anregen. „Das gefällt mir„.
Nur die AUF-Partei hat keine Plakate, schade.

21. März 2011

Was wird aus dem ‚C‘?

Zu diesem Thema wird Michael Ragg aus Taufkirchen am 02. Mai 2011 einen Vortrag im katholischen Gemeindezentrum in Teterow halten. Es geht um die Verantwortung der Christen für unseren Staat. Ich habe Michael Ragg schon bei einer AUF-Tagung in Magdeburg gehört und war sehr beeindruckt. Daher bin ich sehr gespannt auf seinen Vortrag, den er übrigens auch in Neukloster, Güstrow, Bad Doberan und Ludwigslust halten wird. Die Einladung mit allen Terminen kann hier heruntergeladen werden.

18. Februar 2011

Mal persönlich: „Kommunalpolitischen Führerschein“ erhalten

Nun habe ich das Dokument,
den „kommunalpolitischen Führerschein“…
In 2010 habe ich an vier Tagesseminaren teilgenommen
(in 2009 an zwei, glaube ich).
Bei vier Teilnahmen innerhalb eines Kalenderjahres
gibt es das Zertifikat.
Kommunalplotischer Führerschein
Es war ungeheuer interessant, Einblicke
in die Hintergründe von Kommunalpolitik
zu bekommen.
Leider wird aus Mangel an Beteiligung
(schade, dass so wenig Kommunalpolitiker
diese Chance nutzen)
diese Veranstaltungsreihe
von der Konrad-Adenauer-Stiftung Schwerin
nicht fortgeführt.

26. Januar 2011

Weniger Geld für Busverkehr auf dem Land?!

Der Busverkehr auf dem Land bekommt weniger Geld. Die Städte werden bevorzugt, während der ländliche Raum abgehängt wird? Kein gutes Zeichen in Anbetracht der demografischen Entwicklung. Es braucht gut durchdachte Konzepte vor allem für die älteren Menschen auf dem Lande, gerade im Nahverkehr.

15. Mai 2009

Warum ich für den Kreistag Güstrow kandidiere

Filed under: Kreis Güstrow — Schlagwörter: , , , , , , , , , — Matthias Mühlichen @ 09:02

Schon in der DDR-Zeit war ich politisch interessiert, allerdings in Abgrenzung zur damals herrschenden Ideologie. Auch heute ist die Politik nicht nur wohlwollend, sondern auch kritisch zu begleiten. Was nützen aber Statements, wenn man sich nicht selbst engagiert?! Meine Vision ist, die Chancen, Herausforderungen und Grenzen der Kommunalpolitik auszuloten und diese im Rahmen meiner Möglichkeiten im Interesse möglichst vieler Menschen im Kreis zu nutzen.
(Mitteilung für die Schweriner Volkszeitung)

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